CITSM Personalwesen

4. Betriebliche Ausbildung

Die Betriebliche Ausbildung umfasst die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen an einen Auszubildenden oder Studenten durch eine ausbildende Stelle. Im Unterschied zum umfassenderen Begriff der Bildung verfolgt die Ausbildung praktische Absichten. Ihre pädagogische Zielsetzung liegt weniger in der allgemeinen und persönlichen Entfaltung, sondern vielmehr in der standardisierten Vermittlung von anwendbaren Fertigkeiten, die zumeist der gewerblichen Berufsausübung dient.

Inhalt Kurzskript Personalwesen

Einführung - Grundlagen und Begriffsbestimmungen
Kapitel 1 - Personalplanung
Kapitel 2 - Personalmarketing
Kapitel 3 - Personalentwicklung (PE)
Kapitel 4 - Betriebliche Ausbildung
Kapitel 5 - Fortbildung, Karriereplanung und Arbeitsorganisation




Bei einer Berufsausbildung erfüllen vor allem Ausbildungsbetriebe und Schulen diese Aufgaben nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Als Grundlage für eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung erläßt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit oder das sonst zuständige Fachministerium Ausbildungsverordnungen. Für einen anerkannten Ausbildungsberuf darf nur nach der Ausbildungsverordnung ausgebildet werden. In anderen als anerkannten Ausbildungsberufendürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht ausgebildet werden. Das Berufsbildungsgesetz setzt als Voraussetzung für eine Ausbildung zu einem anerkannten Beruf keine Vorgaben für absolvierte Schulausbildungen oder sonstige Fortbildungen.

Die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz umfasst ein Vorstellungsgespräch und zumeist auch einen Eignungstest. Für beides sollte der Bewerber sich vorbereiten, um möglichst seine Stärken herausstellen zu können. Zu der Vorbereitung gehört sicherlich auch, dass über Tagesgeschehen Auskunft gegeben werden kann. Teilweise kommen auch so genannte Assessment-Center für die Bewerberauswahl zum Einsatz.

Die Ausbildungsdauer variiert je nach Ausbildungsberuf zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die reguläre Ausbildungsdauer wird z. B. für die Ausbildung zum Fachinformatiker oder IT-Systemelektroniker in der gültigen Ausbildungsordnung vom Gesetzgeber festgelegt, eine Verkürzung kann üblicherweise bei guten Leistungen beantragt und gewährt werden. (Quelle: nach Wikipedia )

Vorteile der betriebliche Ausbildung für den Betrieb

  • Nachwuchssicherung für Branche / Arbeitsmarkt
  • Soziale Verantwortung gegenüber Jugend
  • Direkte Produktivität der Lehrlinge
  • Nachwuchssicherung im eigenen Betrieb
  • Verjüngen der Belegschaft / Durchmischung

Nachteile der betriebliche Ausbildung für den Betrieb

  • Interner Aufwand
  • Schulische Abwesenheit der Lehrlinge
  • Unzufriedenheit mit Bildungssystem
  • Teilweise mangelnde Motivation der Lehrlinge
  • Mangelnde Schulbildung der Jugendlichen

Mögliche Personalentwicklungsmaßnahmen während der Ausbildung

  • Angebot von fachspezifischen Weiterbildungen zum Aufbau von nicht vorhandener Qualifikation
  • Ermöglichen eines Sprachaufenthaltes
  • Qualifikationsgespräche am Ende des Lehrjahres
  • Frühzeitige Laufbahnplanung zusammen mit Lehrling und Lehrabteilung
  • Motivation und Unterstützung von Lehrlingen zur Absolvierung des Berufsabschlusses

Lehrlingsausbildung ist ein Teil des Personalmanagements

  • Teil des Personalmarketings zur Rekrutierung von MA
  • Internen Nachwuchs sichern
  • Ausbilder können Führungserfahrung sammeln bei der Ausbildung
  • Positives Arbeitgeberimage für Lehrbetriebe
  • Durchmischung der Altersstruktur und zusätzliche Erfahrungen
  • Wettbewerbsfähigkeit wird gefördert

Kurzfristige Personalplanung ...

  • Ausbildung, Weiterbildung, Verjüngung stellen einen direkten betrieblichen Nutzen dar
  • Lehrlinge leisten produktive Arbeit und unterstützen das Unternehmen z.B. durch fortlaufende Entwicklung, Wissenstransfer, etc.

... und langfristige Personalplanung

  • Interne Ausbildung minimiert zeitlichen und finanziellen Aufwand für die Rekrutierung und Selektion der Arbeitskräfte
  • Risiko von Fehlbesetzungen wird verringert
  • Qualifizierter Berufsnachwuchs, der in der Praxisausgebildet wird

    Vorteile:
    • Umfassende Information über die Person
    • Nutzen der Betriebskenntnisse
    • Keine späteren Integrationsprobleme
    • Motivation für die Lehrlinge während der Ausbildung
    • Große Identifikation mit Betrieb

    Nachteile:
    • Gefahr der Betriebsblindheit
    • Fehlende externe Berufserfahrung
    • Akzeptanzprobleme nach Ausbildung

Organisatorische Einbindung der Lehrlingsausbildung im Unternehmen

  • Teil der Personalabteilung
  • Zentrale Lehrlingsabteilung
  • Lehrverantwortliche in Personalplanung einbeziehen
  • Ausbildungsverbunde
(Quelle: nach Wikipedia)